White Dinner – Modetrend der deutschen Großstädte

Von dem außergewöhnlich Trend des „White Dinners“ hat sicher schon jeder gehört. Alle, die noch nicht wissen was dahinter steckt, erfahren es hier.

Wie alles begann

Die Geburtsstunde des „Weißen Dinners“ schlug angeblich im Sommer 1988. Der Franzose François Pasquier veranstaltete eine private Gartenparty, die schon nach kurzer Zeit völlig überfüllt gewesen sein soll. Kurzum verlegte er die Party in den unweit entfernten Bois de Boulogne. Das gefiel allen so gut, das man sich dazu entschied jedes Jahr im Juli gemeinsam zu picknicken. Immer an einem öffentlichen Ort in Paris. Der genaue Ort wurde aber erst kurz zuvor bekannt gegeben. So haben die Place de la Concorde, der Innenhof des Louvre, die Terrasse des Palais de Chaillot und die Alleen der Avenue des Champs-Élysées alle eines gemeinsam, denn sie waren bereits Veranstaltungsort dieses „White Dinners“. Auch heute wird niemanden vorher gesagt, wo das Event stattfindet, denn der Trend des „White Dinners“ breitet sich weltweit immer mehr aus. Auch deutsche Großstädte blieben davon nicht verschont. So wird in Städten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Mannheim, Leipzig und in etlichen anderen dieses Event durchgeführt. In Hamburg gibt es nun sogar in mehreren Stadtteilen ein “ White Dinner“, welches überall parallel startet.

Die Regeln

Damals wie heute gibt es gewisse Regeln für dieses Massenpicknick. Zum einen müssen alle Teilnehmer von Kopf bis Fuß weiß eingekleidet sein. Jeder bringt seine Stühle und Tische selber mit. Diese werden dann zu langen Tafeln zusammengestellt. Ebenfalls darf ein selbstmitgebrachtes kaltes 3-Gänge-Menü und kalte Getränke nicht fehlen.

Vorsicht vor schwarzen Schafen

Die Grundidee der Veranstaltung war ein unkommerzielles, werbefreies, unpolitisches und vor allem kostenloses Picknick mit seinen Liebsten zu verbringen. Damit es unvergesslich wird, soll der Ort auch außergewöhnlich sein. Doch leider nutzen viele verschiedene Veranstalter diese Idee um damit Profit zu schlagen. Sie verkaufen Tickets um an einem “ White Dinner“ Teil nehmen zu können, wobei die Teilnehmer dafür nichts bekommen, denn die Grundregeln bleiben bestehen. Zusätzlich wollen Sie Gewinn mit vorher bestellten Picknickkörben machen. Diese Form des “ White Dinners“ lehnt der ursprüngliche Gründer ab, da sie nicht mehr dem Grundgedanken entspricht.

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