Mode-Designerin Katja Heidrich revolutioniert den Plus-Size-Markt

Blättert man durch aktuelle Modemagazine, fällt vor allen Dingen eines auf: In dieser, stark von Medien beeinflussten Branche ist kein Platz für Oversized-Models oder sogenannte „große Größen“. Der Großteil aller Modedesigner bevorzugt es, für extrem schlanke Models zu designen.

Katja Heidrichs Ziel

Grund genug für die Modedesign-Absolventin Katja Heidrich, die selber Konfektionsgröße 44/46 trägt, diesen Mangel an Plus-Size-Ware zu beheben. Mit ihrem Label „mable“ nimmt sie den altmodischen Markt in Angriff und möchte sich nicht einfach nur eingliedern, sondern jenen Markt revolutionieren, um die Mode, die sonst für Kleidergröße 32 tragende Frauen bestimmt ist, auch für Kleidergrößen bis zu 48 möglich zu machen. Denn klar ist: Ein Markt für größere Größen ist durchaus vorhanden. Die Klamotten seien allerdings laut Katja Heidrich viel zu kaschierend geschnitten und damit nicht mehr zeitgemäß. Ihr ist wichtig zu zeigen, dass es auch Frauen mit größeren Konfektionsgrößen erlaubt sei, selbstbewusst zu sein und ihr Inneres durch Kleidung nach außen zu tragen.

Weshalb eine solche Initiative notwendig ist

Eine Studie der Igedo Düsseldorf von 2006 besagt, dass etwa 56 % der deutschen Frauen und damit etwa 20 Millionen, Größe 42 und mehr tragen. Umso erschreckender ist es also, wenn man sich vor Augen führt wie schleppend dieser Markt voran kommt und wie wenig angesehen er ist. Für viele Modedesigner ist es schlichtweg nicht attraktiv genug Übergrößen zu designen, da es zu wenige selbstbewusste Frauen gibt, die solche Kleidung tragen würden. Es bleibt abzuwarten, ob Katja Heidrich es schafft, mit „mable“ diesen Missstand zu beseitigen und den Plus-Size-Markt zu revolutionieren.

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