Internationale Mode-Marken wollen in Indien Fuß fassen

Die Modebranche hat seit geraumer Zeit Indien als Absatzmarkt entdeckt und viele internationale Marken versuchen nun, sich in Indien zu etablieren. Doch das Land hat seine Besonderheiten und gerade für Einsteiger ist es schwierig, den dortigen Anforderungen gerecht zu werden. Trotz allem ist es einigen gelungen, sich auch in Indien einen Namen zu verschaffen.

Warum ausgerechnet Indien?

In erster Linie ist die hohe Anzahl der Bevölkerung des Landes ein Magnet für ausländische Unternehmen. Indien bietet mit über eine Milliarde Menschen theoretisch hervorragende Absatzchancen. Zudem hat sich die Situation im Land insoweit verändert, als dass nun auch die männliche Bevölkerung Interesse an modischer Bekleidung zeigt. Dies ist allerdings erst seit ca. 4 Jahren der Fall. Bei der Bekleidung für die weibliche Bevölkerung sieht die Industrie noch weitaus mehr Potential. Auch hier konnte innerhalb der letzten Jahre ein größeres Bedürfnis nach Fast Fashion verzeichnet werden. Doch nicht jeder Modemarke ist es gegeben, diese Tatsache für sich als Erfolgsrezept einzusetzen.

Ein traditionelles Land

Internationale Mode-Marken sind es gewohnt, einheitlich aufzutreten und ihr Angebot ist dementsprechend. Doch in Indien ist diese Philosophie wenig wirkungsvoll. Die Bevölkerung des Landes erwartet vielmehr eine individuelle Anpassung an die regionalen Gegebenheiten, anstatt eines standardisierten Angebotes. Zu diesem Problem gesellen sich außerdem noch Schwierigkeiten bei der Einfuhr bestimmter Produkte und die äußerst hohe Gewinnspanne, welche im Land bei einheimischen Händlern vorherrscht – diese liegt bei ungefähr sechzig Prozent. Der Profit, den ausländische Firmen dann noch für sich erzeugen können, entwickelt sich dann zu einer wirklichen Herausforderung. Eine hilfreiche Unterstützung bietet dabei eine gut funktionierende Lieferkette. Um Kosten für Verzögerungen bei Warenlieferungen zu sparen, sollten ausländische Unternehmen möglichst in eine eigene Lieferkette investieren.

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